Mangels WLAN-Verbindung und Strom war es die letzten Tage sehr ruhig auf unserem Travel-Blog. Inzwischen sind wir in Los Angeles angekommen, haben Strom und eine super Internet-Verbindung. Deshalb gibt es hier nun etwas geballte Informationen
Zum ersten Mal unterwegs mit einem Wohnmobil hat definitiv seine Tücken. So breit sind die Strassen in den USA auch nicht und schon gar nicht wenn man mit einem sieben Tonnen, 9½ Meter langen und 2.5 Meter breiten Haus auf Rädern unterwegs ist. Anfahr- und Bremsweg sind deutlich länger als gewohnt und am meisten Mühe hatte ich mit dem relativ kleinen Radanschlag mit welchem es unmöglich ist, enge Kurven zu fahren. Dadurch ist es kaum zu schaffen aus einer engen Seitenstrasse in eine Hauptstrasse einzubiegen ohne zwei Fahrspuren zu benutzen oder aus einem Parkplatz rauszukommen, ohne den Rückwärtsgang einzulegen.
Am ersten Tag fuhren wir durch San Leandro, Menlo Park und Mountain View um anschliessend über die stark befahrene, vorwiegend aus Stau bestehende Autobahn nach Watsonville zu gelangen. Auf der Strasse zu unserem ersten Campingplatz bestand die grösste Schwierigkeit darin, den Ästen auszuweichen, welche beim Fahren auf der regulären Spur unweigerlich unser fahrendes Haus streiften, was einem die Breite des Fahrzeugs bewusst werden liess.
Am zweiten Tag bestand die grösste Herausforderung darin, in Monterey einen Womo-tauglichen Parkplatz zu finden.
Der dritte Tag führte uns über die enge, kurvenreiche Strasse dem Meer entlang. Die parkierten Autos am Strassenrand, welche oft in die Strasse ragten und die vielen Velo-Fahrer machten das Durchkommen nicht einfacher. Auch ist es mit dem Womo alles andere als einfach, bei den schönen „View Points“ rauszufahren, rechtzeitig zu stoppen und dann auch wieder rauszukommen. Ganz abgesehen davon, dass die sonst schon relativ kleinen Plätze meistens, bereits durch unzählige Autos zugeparkt waren.
Die nächsten Tage entlang der Küste waren dann schon reine Routine und die An- und Abdockmanöver auf den Campgrounds mit wenigen Handgriffen erledigt.
Nun nach 7 Tagen, 530 Meilen (ca. 860 Km) in mit diversen Zwischenstopps, Rückfahrmanöver, fahren auf den engen Strassen im dichten Verkehr von Los Angeles und zweimal Tanken, habe ich nun langsam ein Gefühl für das Gefährt bekommen und hoffe das weiterhin alles gut läuft und die Strassen im Landesinneren etwas breiter und weniger befahren sind.


